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Zertifizierung von Haustüren

Seit 01.02.2010 müssen alle Fenster und Haustüren, die in den Anwendungsbereich des Produktstandards EN 14351-1 fallen, mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet werden, bevor sie in den Verkauf gehen. Sofern der Hersteller ein CE-Zeichen beantragen möchte, muss er bei den zuständigen Institutionen Prüfungen zur Produkteigenschaft ausführen.

Die Haustüren Pirnar CarbonCore | Zertifizierung von Türen

Die zuständigen Institutionen sind in der sog. Nando-Liste aufgeführt (Verzeichnis mit den Zertifizierungsstellen der Europäischen Union), die auf der Website der Europäischen Kommission veröffentlicht ist. In Slowenien ist eine solche Zertifizierungsstelle das ZAG (Institut für Bauwesen Sloweniens). In Deutschland gibt es mehrere solcher Zertifizierungsstellen. Im Unternehmen Pirnar führen wir die meisten der Prüfungen bei einem der angesehensten Institutionen, dem - ift Rosenheim durch.

PRÜFUNG VON hAUSTÜREN

Die Prüfung von Haustüren setzt sich aus einem Komplex unterschiedlicher Prüfungen zusammen:

  • Luftdurchlässigkeit
  • Widerstandsfähigkeit gegen Windlast
  • Schlagregendichtheit

Die Haustüren werden für alle Tests in eine vollkommen abgedichtete Prüfkammer eingebaut, innerhalb derer ein beliebiger Über- oder Unterdruck erzeugt werden kann.

(Informatives: Die Dichte zwischen Tür und Kammer wird mit Kunstnebel überprüft – das Innere der Kammer wird mit Kunstnebel gefüllt, daraufhin wird ein Überdruck erzeugt. An den Verbindungen zwischen Tür und Prüfkammer lassen sich Stellen unzureichender Abdichtung erkennen, die vor den Prüfungen behoben werden können).

1. Luftdurchlässigkeit

Im ersten Schritt wird die Luftdurchlässigkeit geprüft. Die Prüfung läuft so ab, dass innerhalb der Kammer in Intervallen Über- und Unterdruck allmählich gesteigert und dabei Leckagen gemessen werden. Die Luftdurchlässigkeit ist definiert als Menge des Luftaustritts bei den einzelnen Über- und Unterdruckwerten. Bei der Bewertung der Ergebnisse wird Größe der Tür berücksichtigt – je größer die Tür, desto länger ist die Schlitzlänge zwischen Türflügel und Rahmen, weshalb sich die Menge des zulässigen Luftaustritts vergrößern muss. 

Luftdurchlässigkeit Pirnar

2. Widerstandsfähigkeit gegen Windlast

Der Prüfung der Luftdurchlässigkeit folgt die Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen Windlast. Die Tür wird für einen kürzeren Zeitraum einem hohen Über- und Unterdruck ausgesetzt, darauf folgen 50 Zyklen mit wechselweiser Belastung durch Über- und Unterdruck. Das Ergebnis der Prüfung ist eine endgültige Deformation der Tür, die mit den Buchstaben (A, B, C) gekennzeichnet wird. Dabei bedeutet der Buchstabe C die geringfügigste Deformation, A hingegen die größte. Den Buchstaben werden noch die Zahlenkennzeichnungen von 1 bis 5 hinzugefügt, die den Wert des Drucks ausdrücken, mit der die Tür bei der Prüfung belastet wurde. Jede Zahlenklasse hat einen standardisierten vorgeschrieben Wert des Drucks. Die endgültige Kennzeichnung ist folglich eine Kombination von Buchstaben und Zahl (z. B. C4).

3. Luftdurchlässigkeit

Der Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen Windlast folgt eine Wiederholung der Prüfung der Luftdurchlässigkeit. Obwohl die Tür unter dem hohen Druck bei der Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen Windlast dauerhaft deformiert wurde, darf sich das Ergebnis der erneuten Messung der Luftdurchlässigkeit nicht mehr als 20 % verschlechtern. Bestätigt sich das, so erhalten die Ergebnisse der ersten Prüfung der Luftdurchlässigkeit ihre Gültigkeit. Die Tür kann nunmehr der entsprechenden Klasse der Luftdurchlässigkeit zugeordnet werden, die mit den Zahlen 1 bis 4 gekennzeichnet wird, wobei 4 die beste Abdichtung, 1 hingegen die schlechteste bedeutet.

Die Haustüren Pirnar CarbonCore sind der höchsten 4. Klasse der Luftdurchlässigkeit zugeordnet.

4. Schlagregendichtheit

Sobald alle oben aufgezählten Schritte gemacht sind, folgt die Prüfung der Schlagregendichtheit. Die Schlagregendichtheit kann nach zwei Methoden geprüft werden – nach Methode A oder Methode B. Bei Methode A wird die gesamte Tür der Besprühung mit Wasser ausgesetzt, bei Methode B wird ein Vordach simuliert, so dass der obere Verbindungsschlitz zwischen Flügel und Rahmen vor der Besprühung mit Wasser geschützt ist.

Im Unternehmen Pirnar prüfen wir die Haustüren stets nach der Methode A, da es hierbei um die anspruchsvollere Art des Tests geht.

Die Prüfung beginnt unter normalem Luftdruck und unter einer ununterbrochenen 15-minütigen Besprühung der Tür. Es folgt eine allmähliche Steigerung des Drucks (in Intervallen von 5 min.) im Inneren der Kammer, solange bis die ersten Tröpfchen einer Leckage auf der Innenseite der Tür zu erkennen sind. Der letzte Überdruck, bei dem die Tür während der gesamten Dauer des Intervalls (5 min.) kein Wasser durchgelassen hat, stellt die Klasse der Schlagregendichtheit dar, die von der Tür erreicht wurde. ž

Die Kennzeichnung der Klasse setzt sich aus Buchstaben und Zahlen zusammen. Der Buchstabe zeigt die Methode der Besprühung des Prüfgegenstands an (A oder B), die Zahl von 1 bis 9 hingegen gibt den Wert des Überdrucks an, bei dem die Tür die Schlagregendichtheit während des gesamten Intervalls von 5 min. noch aufrecht erhalten hat. Die Klasse 9 stellt einen Überdruck von 600 Pa dar und ist die höchste standardisierte Klasse. Höhere Klassen der Schlagregendichtheit werden mit dem Buchstaben E und dem Wert des Überdrucks (z. B E900) gekennzeichnet.

Übliche Türen erreichen Klassen um die 4A (150 Pa), wogegen die Türen Pirnar CarbonCore mit der Abdichtung Magnet WeatherSeal die höchste standardisierte Klasse 9A (600Pa) erreichen. Mit einem solch hohen Druck simulieren wir Regen und Wind mit einer Geschwindigkeit von ganzen 114 km/h. Bei alledem bewahrt die Tür noch immer ihre vollkommene Schlagregendichtheit. Der hohen Klasse bei der Schlagregendichtheit ist ein noch höheres Gewicht beizumessen, da die Tür dabei auch noch eine außergewöhnliche strukturelle Festigkeit aufweist und das trotz der vorherigen Belastung mit hohem Druck bei der Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen Windlast. Dort wurde die Tür in die zweithöchste Klasse C4 eingestuft.

Schlagregendichtheit Pirnar

Der Prüfung der Schlagregendichtheit folgt noch der sog. Sicherheitstest, bei dem die Tür für eine sehr kurze Zeit mit einem außerordentlich hohen Über- und Unterdruck belastet wird. Dabei darf sich die Tür nicht öffnen.

Bei Abschluss der Prüfungen wird noch die endgültige Funktionalität der Tür geprüft – das reibungslose Öffnen und Schließen sowie Auf- und Abschließen der Tür.

Die gesamte Prüfung dauert zwei bis drei Stunden.

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